Äpfel sind gut bei Darmträgheit und Durchfall

bewährtes Hausmittel

Äpfel sind gut für die Verdauung

Geriebener Apfel ist ein bewährtes Hausmittel gegen Durchfälle. Der mild wirkende Apfelbrei ist besonders für Kinder mit leichten Verdauungsproblemen gut eignet. Vermehrter Konsum von Äpfeln wird aber auch Personen mit Stuhlträgheit empfohlen. Wie erklärt sich diese scheinbar widersprüchliche Wirkung? Beide Effekte werden den im Apfelfleisch enthaltenen Pektinen zugeschrieben. Pektine sind Ballaststoffe, die zwei scheinbar einander widersprechende Eigenschaften besitzen: Einerseits sorgen Pektine durch ihr hohes Quellvermögen für eine Zunahme des Darmvolumens und damit für eine Beschleunigung der Darmpassage, indem sie vermehrte Dehnungsreize der Darmwand schaffen. Gleichzeitig wirken auch die in Äpfeln enthaltenen Fruchtsäuren der Darmträgheit entgegen, indem sie die Darmpassage beschleunigen.

Pektine quellen jedoch nicht nur auf, sondern sie absorbieren auch viele Zersetzungsprodukte und Mikroorganismen, die sich im Darm befinden. Außerdem binden sie im Darm einem gewissen Anteil auch Fette, Cholesterin, Gallensäure und giftige Stoffe, wie Blei und andere Schwermetalle.

Die Fähigkeit der Pektine stark aufzuquellen kommt dem Organismus auch beim Durchfall zugute. Das funktioniert beim verdorbenen Magen gut, besonders wirksam ist aber eine Apfelbrei-Diät bei  Durcherkrankung infolge einer Infektion. Wenn man über einen gewissen Zeitraum hinweg nur Brei aus frisch geriebenen Äpfeln konsumiert (und dabei ausreichend trinkt), gelangt kaum Eiweiß in den Organismus. Die stark vermehrten Mikroorganismen im Darm finden deshalb nicht mehr genügend Nahrung und gehen zugrunde. Sie werden anschließend mit dem stark aufgequollenen Apfelbrei wieder ausgeschieden.

Auch bei gesunden Menschen fördert Pektin die Ausscheidung von Giftstoffen und führt richtig eingesetzt, zur  Gewichtsabnahme. Weil er auch Fette bindet, senkt Pektin die Fettresorption im Darm und wirkt sich so zusätzlich positiv auf den Cholesterinspiegel aus.

Mit dem Verzehr von Äpfeln können außerdem werdende Mütter, einem Schwangerschaftsdiabetes vorbeugen: Jede zusätzliche Portion Apfel pro Tag verringert das Risiko von Gestationsdiabetes um 25 Prozent, ermittelten amerikanische Epidemiologen.

Zuletzt überprüft am 5. Juli 2016