Efeu

Hedera Helix

Im antiken Griechenland war Efeu dem Gott des Weines und der Freude Dionysos gewidmet. Bei Feiern schmückten deshalb Efeukränze die Köpfe von Festgästen und auch ihre Trinkbecher hatte man mit Efeutrieben verziert. Später wuchs die Pflanze in den Gärten von Kirchen und Klöstern und bedeckte die Mauern und Fassaden von Burgen und Palästen. Es gibt in Europa einzelne Efeuexemplare, die mehrere Jahrhunderte alt und bis zu 20 Meter hoch sind.

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getrocknete junge Efeublätter

Für medizinische Zwecke werden vor allem die jungen Blätter genutzt. Efeublätter, vor allem aber die bläulich-schwarzen Beeren, enthalten aber auch giftige Stoffe. Es ist daher nicht ratsam, sich mit selbst hergestellten Efeuzubereitungen behandeln zu wollen. Zugelassene Phytotherapeutika, die Efeu enthalten, sind auf Verträglichkeit getestet.

Wirkung und Anwendung:
Efeu ist ein gut bewährtes Hustenmittel. Die in Extrakten aus den Efeublättern enthaltenen Wirkstoffe (u.a. Hederacoside, Flavonglykoside) gelten als krampflösend und auswurffördernd. In den letzten Jahren sind die Wirkmechanismen dieser Stoffe intensiv erforscht worden. Dabei konnte man zeigen, warum sie so wirken und wie sie das Sekret in den oberen Atemwegen flüssiger machen, um so zu einer Erleichterung beim Abhusten zu führen. Arzneimittel aus und mit Efeuextrakten eignen sich daher sowohl für die Behandlung von Krampfhusten, als auch von Reizhusten.

Zu beachten:
Für bestimmte Präparate aus Efeuextrakten gibt es auch alkoholfreie Zubereitungen, die für Kinder bestimmt sind.

Produkte sind beispielsweise: Hedelix® (Krewel-Meuselbach), Prospan® (Engelhard Arzneimittel), Bronchipret® Saft TE (Bionorica) oder Esberi-Efeu® Hustensaft (Schaper&Brümmer).

Zuletzt überprüft am 11. Juli 2016