Lavendel

Lavandula angustifolia

Medizinisch genutzt werden vor allem die Blüten der Pflanze, sie enthalten reichlich ätherisches Öl. Bei Duft des Lavendels denken viele automatisch an blau schimmerndes Meer und an Felder, deren violetten Reihen sich durch die Landschaft ziehen und die Luft mit ihrem Duft füllen. Lavendel war schon in der Antike der Inbegriff von Freude, Schönheit und Entspannung und ist es bis heute geblieben. Zu Recht, wie neueste Forschung zeigt. Zu modernen pflanzlichen Arzneimitteln verarbeitet kann Lavendel sogar bei Angsterkrankungen wirksam helfen.

Lavendelblüten

Lavendelblüten

Echter Lavendel stammt ursprünglich aus dem klimatisch milderen Mittelmeerraum, nördlich der Alpen ist er erst durch die Benediktiner-Mönche gelangt. Auch heute noch sind die größten Anbaugebiete in Frankreich in der Provence zu finden. Mittlerweile ist diese Pflanze aber auch in vielen unserer heimischen Gärten anzutreffen, wo sie sich als winterhart entwickelte. Je kälter aber das Klima ist, in dem ein Lavendelstrauch wächst, desto weniger Duft wird er verbreiten.

Medizinisch genutzt werden vor allem die Blüten der Pflanze, sie enthalten reichlich ätherisches Öl.

Die Botaniker unterscheiden zwischen Echtem oder auch Schmalblättrigen Lavendel (Lavandula angustifolia) und dem Breitblättrigen Lavendel (Lavandula latifolia), der auch unter dem Namen Speiklavendel vor allem zur Herstellung von Kosmetika dient.

Wirkung und Anwendung:
Das ätherische Öl des Echten Lavendels wirkt auf das zentrale Nervensystem (ZNS), wo es Botenstoffe der Reizwahrnehmung und -verarbeitung wieder ins Gleichgewicht bringt und so der Übererregung von Nervenzellen entgegenwirkt. Es hilft daher bei allen nervösen Störungen, gegen Unruhe und gegen wiederkehrende Angstzustände. Bei einer akuten Angstattacke allerdings oder während eines Panikanfalls muss man zu anderen (verschreibungspflichtigen) Mitteln greifen. Lavendelpräparate brauchen nämlich einige Tage, bis sie ihren Schutz gegen Angstattacken voll entfalten.

Die Anwendung des Lavendels als Heilmittel und die Verwendung als Aromaspender für Küche und Kosmetik stehen in keinem Widerspruch zueinander. Auch in der Kosmetik schätzt man das Lavendelöl nicht nur wegen des intensiven Dufts, sondern auch wegen der entspannenden Wirkung.

Zu beachten:
Manche Menschen reagieren auf Lavendelöl allergisch. Für die sind alle Lavendelprodukte – auch die Kosmetika – ungeeignet. Bei ersten Anzeichen einer solchen Reaktion muss das Präparat deshalb sofort abgesetzt werden.

Produkte sind beispielsweise das Arzneimittel: Lasea (Schwabe) und viele kosmetische Erzeugnisse.

Zuletzt überprüft am 11. Juli 2016