Weissdorn

Crateagus monogyna, Crateagus laevigata

Die Wirkstoffe der Heilpflanze Weißdorn sorgen für eine bessere Durchblutung des Herzmuskels und damit auch für seine bessere Versorgung mit Sauerstoff. Besonders typisch ist für Weißdorn die große botanische Vielfalt, weltweit gibt es mehr als 200 Weißdorn-Arten. Zudem gibt es viele natürliche Kreuzungen der Arten, sogenannte Hybride. Deren Unterschiede sind aber so klein, dass es für die Anwendung als Heilpflanze keine Rolle spielt. Weißdornpflanzen, die für medizinische Zwecke bestimmt sind, enthalten alle die bekannten Wirkstoffe, für die Weißdorn als pflanzliches Herzmittel so geschätzt wird.

Wirkung und Anwendung:
Anders als bei den meisten in Europa wachsenden Heilpflanzen, wurde Weißdorn erst ziemlich spät für die Heilbehandlung bestimmt. Seine positive Wirkung auf die Herztätigkeit ist sogar erst im 19. Jahrhundert entdeckt worden. Bis dahin wurden dem Strauch vor allem mystische Kräfte zugeschrieben. So fand er auch Eingang in die Dichtkunst: Unter dem Namen „Hagedorn“ wird Weißdorn beispielsweise im Wagners „Götterdämmerung“ oder in Brechts „Dreigroschenoper“ besungen.
Die im Weißdorn enthaltenen Wirkstoffe sorgen für eine bessere Durchblutung des Herzmuskels und damit auch für seine bessere Versorgung mit Sauerstoff. Gleichzeitig steigern sie die Pumpkraft des Herzens, was insgesamt zu einer Optimierung der Herztätigkeit führt, etwaiger nachlassender Leistungsfähigkeit des Herzens entgegenwirkt und die Gefahr von Herzrhythmusstörungen verringert.

Zu beachten:
Auf dem Markt gibt es sehr viele unterschiedliche Produkte, die Weißdorn erhalten. Da aber nur die Arzneimittel geprüft und überwacht werden, kann man sich nur bei ihnen auf Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit wirklich verlassen. Auch dann, wenn sie rezeptfrei sind.

Produkte sind beispielsweise: Crataegutt® (Schwabe), Esbericard® (Schaper&Brümmer) oder Faros® (Cassela-med).

Zuletzt überprüft am 11. Juli 2016