Kaffee Verringert Demenzrisiko

Kaffee verringert das Demenzrisiko

Kaffee, sofern er in mittleren Lebensjahren und in einer Menge von nicht mehr als fünf Tassen pro Tag getrunken wird, hat einen vorbeugenden Effekt auf Demenz einschließlich der Alzheimerkrankheit. Kaffee ist bekanntlich ein Muntermacher, das in ihm enthaltene Koffein stimuliert kurzzeitig das zentrale Nervensystem. Das Getränk scheint aber auch langfristig die Gehirntätigkeit positiv zu beeinflussen. Wie eine finnische Forschergruppe von der Neurologischen Abteilung der Universität Kuopio herausgefunden hat, kann Kaffeekonsum sogar vor Demenz schützen.

Begonnen hat die finnische Untersuchung bereits in den 1970er Jahren. Damals wurden rund 2.000 gesunde Personen mittleren Alters eingehend nach ihren Lebensgewohnheiten befragt, unter anderem auch danach, wie viel Kaffee sie täglich trinken. Rund 30 Jahre später wurde die Befragung bei den noch verbliebenen 1.400 Personen wiederholt. Inzwischen waren sie alle im Seniorenalter zwischen 65 und 79 Jahren und bei 61 von ihnen haben sich Beschwerden einer Demenzerkrankung entwickelt.

Setzte man nun das statistische Demenzrisiko in Beziehung zum langfristigen Kaffeekonsum der einzelnen Personen, ergab sich, dass mäßige Kaffeetrinker, also Menschen, die täglich drei bis fünf Tassen Kaffee konsumierten, am seltensten von dem gefürchteten Abbau der geistigen Fähigkeiten betroffen waren. Im Vergleich zu Studienteilnehmern, deren Kaffeekonsum sehr gering war, die also nur bis maximal zwei Tassen pro Tag tranken, aber auch im Vergleich zu jenen, die mehr als fünf Tassen täglich konsumierten, war deren Risiko, an einer Demenz zu erkranken, um 65 Prozent verringert.  An diesem Ergebnis änderte sich auch dann nichts, wenn die Forscher andere mögliche Einflussfaktoren wie Lebensstil, Herz-Kreislaufrisiken oder depressive Symptome in die Berechnung aufgenommen haben.

Im Ergebnis bedeutet es, dass Kaffeekonsum, sofern er in mittleren Lebensjahren und in einer Menge von nicht mehr als fünf Tassen pro Tag genossen wird, einen vorbeugenden Effekt auf Demenz einschließlich der Alzheimerkrankheit hat.

Zuletzt überprüft am 6. Juli 2016