Depressionen Depression

Depressionen

Eine depressive Erkrankung ist mehr als nur eine vorübergehende Traurigkeit. Es ist eine ernstzunehmende Krankheit, die sogar lebensbedrohlich sein kann. Im Jahr 2010 verstarben in Deutschland mehr als 10.000 Menschen durch Suizid, jeder Zweite durch Depression. Eine Depression kann man weder mit Willenskraft, noch durch Ablenkung beeinflussen, das unterscheidet sie von einer „gesunden“ Traurigkeit. Wer also unter einer Depression leidet, der braucht Hilfe von außen.

Der Name Depression leitet sich vom Lateinischen „deprimere“ ab, was „niederdrücken“ bedeutet. Und genauso fühlt sich diese Erkrankung an: Sie verursacht eine allgemeine Antriebsschwäche, die sich wie ein grauer Schleier auf das Leben legt. Traurigkeit gehört genauso zum Leben wie glückliche Momente. Wenn sich jemand in einer schwierigen Lebenssituation befindet oder einen Verlust erlitten hat, ist Trauer eine verständliche Reaktion. Sie hilft dem Menschen auch, mit der Situation fertig zu werden. Von dieser „gesunden Trauer“ unterscheidet sich die Depression vor allem dadurch, dass sie lähmend wirkt. Man braucht sie daher nicht zu durchleiden, sondern sollte sie behandeln.
Eine Depression kann sich psychisch oder körperlich bemerkbar machen. Neben bedrückter Stimmung und Konzentrationsschwierigkeiten, können auch Schlafstörungen, Appetitlosigkeit oder Heißhungerattacken, Kopf- und Rückenschmerzen oder sexuelles Desinteresse ein Hinweis auf eine Depression sein. Naturwissenschaftlich betrachtet ist eine Depression eine Entgleisung im Gehirnstoffwechsel. Warum es aber dazu kommt, kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. Häufigste Ursache ist chronischer Stress und langfristige Überforderung.

Welche Therapien gibt es:
Je früher die Therapie beginnt, desto schneller wird sie zum Erfolg führen. Wichtig ist zu wissen, dass es wenig hilft, statt einer Therapie mit Hilfe von Schlafmitteln die Schlafstörungen zu behandeln oder gegen die wiederkehrenden Kopfschmerzen Schmerztabletten zu schlucken. Eine Depression muss gezielt behandelt werden, am besten unter der Aufsicht eines Arztes. Heute gibt es eine ganze Reihe wirksamer Antidepressiva, bewährt hat sich auch eine begleitende Psychotherapie.
Bei leichten bis mittelschweren Depressionen kann man sich auch in der Apotheke Medikamente aus Johanniskraut-Extrakten ohne Rezept holen. Bei der Selbstbehandlung sollte man aber unbedingt den Apotheker konsultieren, um das richtige Präparat auszuwählen.

Was sollte man im Alltag beachten:
Alle antidepressiv wirkenden Medikamente, auch die rezeptfreien Johanniskraut-Präparate, brauchen eine gewisse Zeit, bis sie ihre volle Wirksamkeit entfalten. Brechen Sie also die Therapie nicht ab, wenn sich die ersten zwei Wochen keine Besserung einstellt.

Zubereitungen aus folgenden Heilpflanzen können helfen: Johanniskraut (z.B. Jarsin®, Laif 900®, Neuroplant®).

Zuletzt überprüft am 2. Juli 2016