Husten Bronchitis

Husten

Hustenreiz ist zunächst keine Krankheit, sondern ein wichtiger Schutzmechanismus, der sogar lebensrettend wirken kann. Mit seiner Hilfe kann sich nämlich der Organismus von Fremdkörpern befreien, die versehentlich in die Luftröhre geraten sind und die Atmung behindern. Sogar der Erkältungshusten hat auch eine positive Funktion: Das Abhusten dient dazu, die Atemwege vom überschüssigen Schleim zu reinigen. Trotzdem gibt es gute Gründe – und Möglichkeiten – Husten zu behandeln.

Die Medizin unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Arten von Husten – dem trockenen Reizhusten und dem Schleimhusten. Und für jede dieser beiden Formen gibt es unterschiedliche Medikamente. Reizhusten tritt vor allem im Anfangsstadium einer Erkältung auf. Typisch dafür sind anfallartige, manchmal auch schmerzhafte Hustenattacken, die ohne Auswurf bleiben. Solcher Husten bringt dem Betroffenen keine Erleichterung. Im Gegenteil, er kostet Kraft und verstärkt noch die durch die Krankheitserreger hervorgerufene Entzündung in den Bronchien.
Für den Schleimhusten ist der starke Auswurf charakteristisch. Bei einer Erkältung tritt er in der Regel im zweiten Stadium der Erkrankung auf. Der Schleim löst sich dann durch jeden Hustenstoß, und mit ihm werden auch die Krankheitserreger hinausbefördert. Beides bringt eine spürbare Erleichterung mit sich. Je mehr man dann abhusten kann, desto schneller wird man wieder gesund.

Welche Therapien gibt es:
Eine Erkältung ist selten gefährlich, sie ist aber fast immer sehr beschwerlich. Halsschmerzen, Luftmangel und quälende Hustenattacken schränken die Lebensqualität oft stärker ein als manche der ernsten Leiden. Beim Husten geht es aber nicht nur darum, die Beschwerden spürbar zu lindern, sondern auch darum die Heilung zu beschleunigen. Während nämlich das erkältungsbedingte Halsweh meist schnell vergeht und der Schnupfen in der Regel nach einer Woche abgeklungen ist, bleibt der Hustenreiz oft längere Zeit bestehen. Besonders Kinder spüren Hustenreiz bei jeder stärkeren körperlicher Anstrengung oft noch lange nachdem sie die Infektion bereits ausgestanden haben.
Gegen den trockenen Reizhusten helfen am besten pflanzliche Arzneimittel, welche die sogenannten Schleimdrogen enthalten. Vor allem Extrakte aus Eibischwurzel haben sich hier gut bewährt. Sie bilden eine Schutzschicht auf der Schleimhaut, dämpfen so den Hustenreiz und wirken der Entzündung entgegen.
Gegen den Schleimhusten sind dagegen sogenannte Expektorantien und Antitussiva geeignet, pflanzliche Arzneimittel, die Efeu-  oder Thymianextrakte enthalten. Sie verflüssigen den zähen Schleim und regen den Selbstreinigungsprozess an.
Bei einer Erkältung, besonders aber beim Husten, ist es außerdem wichtig viel zu trinken und für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Da auch Kälte die Bronchien reizt, empfiehlt die Naturmedizin außerdem, sich im Warmen aufzuhalten und in der Nacht einen warmen Brustwickel anzulegen. Das entspannt die Atemwege und fördert zusätzlich den Heilungsprozess.

Was sollte man im Alltag beachten:
Pflanzliche Hustenpräparate, die zur Therapie des Erkältungshustens bestimmt sind, können auch gegen Husten helfen, der eine andere Ursache hat. Besonders der Reizhusten, der infolge von Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Herzmedikamente wie ACE-Hemmer) auftritt, ist so behandelbar.

Zubereitungen aus folgenden Heilpflanzen können helfen: Eibisch (z.B. Phytohustil®)  Efeu (z.B. Prospan®) oder Esberi-Efeu® Hustensaft, Thymian (z.B. Bronchicum®, Bronchipret®).

Zuletzt überprüft am 9. Juli 2016