Reizmagen funktionelle Dyspepsie

Reizmagen

Meistens sind Magenprobleme, wie der Reizmagen nicht gefährlich, sondern nur richtig unangenehm, es können sich dahinter aber auch ernste Krankheiten verbergen. Solange er ungestört funktioniert, merkt man gar nicht, welche Hochleistungen der Magen täglich vollbringen muss. Erst wenn er auf die Grenzen seiner Möglichkeiten stößt, kann es richtig turbulent werden. Dann reagiert er mit Schmerzen, Sodbrennen, Übelkeit oder sogar Erbrechen. Das Tückische dabei ist, dass die Intensität der Magenbeschwerden keinen zuverlässigen Hinweis auf die Schwere der sie verursachenden Erkrankung bietet. In der Regel sind aber Magenprobleme nicht gefährlich, sondern nur richtig unangenehm.

Wenn ein Nahrungsmittel in den Magen gelangt, wird es zuerst chemisch bearbeitet. Dazu produziert ein gesunder Magen täglich rund einen Liter Salzsäure. Zu wenig davon hat eine unvollständige Verdauung zur Folge, zu viel führt zum Aufstoßen, Sodbrennen und Schäden an der Magenschleimhaut. Die Nahrung muss aber vom Magen auch mechanisch zerkleinert werden, deshalb betätigt sich die Magenmuskulatur als eine Art Mahlwerk. Das bedeutet auch, dass der Magen bei der Verdauung umso mehr arbeiten muss, je mehr man auf einmal zu sich genommen hat und je weniger man beim Essen kaute.
Diese Leistung hat aber (individuelle) Grenzen. Werden sie überschritten, kommt es zu einer Verdauungsstörung. Das aus dem Griechischen stammende Wort „Dispepsia“ bedeutet entgegen der weitverbreiteten Annahme nicht zu viel Magensäure, sondern Fehlverdauung. Die kann von sämtlichen, an der Verdauung beteiligten Organen verursacht sein. Hinter Beschwerden wie Magenkrämpfe, Brechreiz, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Sodbrennen, Übelkeit, Blähungen oder Durchfall können sich daher auch schwere Erkrankungen verbergen. Wenn der Arzt die Diagnose „Reizmagen“ stellt, bedeutet es, dass der Betroffene zwar unter wiederkehrenden Verdauungsproblemen leidet, aber keine organischen Schäden zu befürchten hat.

Welche Therapien gibt es:
Eine der wichtigsten präventiven Maßnahmen ist eine bewusste Lebensmittelauswahl. Bei Alkohol, Kaffee und scharfen Gewürzen ist Vorsicht geboten. Außerdem wird empfohlen, mehrere kleine Portionen einer großen Mahlzeit vorzuziehen. Wichtig ist außerdem, in Ruhe zu speisen und die Speisen gründlich zu kauen. In der medikamentösen Therapie haben sich pflanzliche Arzneimittel gut bewährt. Eine Kombination aus Extrakten von neun Heilkräutern wird sogar von der ärztlichen Fachgesellschaft empfohlen.

Was sollte man im Alltag beachten:
Wie die Medizin erst seit Kurzem weiß, ist bei Menschen, die unter Reizmagen oder Reizdarm leiden, nicht nur die Verdauungsfunktion gestört, sondern auch ihr Schmerzempfinden im Magen- Bauch-Raum gesteigert. Dagegen können gezielte Entspannungsübungen helfen.

Zubereitungen aus folgenden Heilpflanzen können helfen: Kamille, Pfefferminze, Thymian (z.B. Iberogast®).

Zuletzt überprüft am 2. Juli 2016