Schnupfen Rhinitis

Schnupfen

Beim gewöhnlichen Schnupfen handelt es sich in der Regel um eine virale Infektion, die durch eine Vielzahl von harmlosen Viren, vor allem den Rhinoviren, ausgelöst wird. Griechisch bedeutet Rhinitis Nasenentzündung, was den Vorgang einer triefenden Nase gut beschreibt. Diese Entzündung kann allerdings sehr unterschiedliche Ursachen haben. Die häufigste Ursache eines Schnupfens ist zwar eine harmlose Erkältung, hinter einer entzündeten Nase kann aber genauso gut eine Entzündung der Nasennebenhöhlen stecken, eine echte Grippe oder eine Allergie.

Bei der akuten Rhinitis – dem gewöhnlichen Schnupfen – handelt es sich in der Regel um eine virale Infektion, die durch eine Vielzahl von harmlosen Viren, vor allem den Rhinoviren, ausgelöst wird. Da aber auch ein harmloser Schnupfen eine Behinderung der Atmung mit sich bringt, kann er unbehandelt zu ernsteren Problemen führen. Vor allem die Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) ist eine solche gefürchtete Folge.

Welche Therapien gibt es:
Das Hauptproblem, das ein Schnupfen mit sich bringt, ist die Atembehinderung. Sie wird durch die Schwellung der Schleimhäute im Nasen- und Mundbereich verursacht. Das wichtigste Ziel jeder Therapie ist es daher, diese Schwellung so weit wie möglich zu verringern. Die erste Aufmerksamkeit sollte deshalb der Luftfeuchtigkeit gelten. Trockene Luft ist eine zusätzliche Belastung für strapazierte Schleimhäute. Bei mehr als 20 Grad Raumtemperatur ist aber die Luft meistens trocken, und auch Minustemperaturen, wie sie im Winter draußen herrschen, haben Lufttrockenheit zur Folge. In der Gegenwart von Schnupfenpatienten gilt außerdem ein absolutes Rauchverbot.
Als besonders wirksam – auch für die Prävention – haben sich Nasenspülungen mit einer physiologischen Kochsalzlösung erwiesen. Nasenkannen, mit denen man es leicht bewerkstelligen kann, gibt es in der Apotheke. Die gleiche Funktion erfüllen Nasensprays aus der Apotheke, die Meersalz oder Meereswasser enthalten.
Zur Pflege strapazierter Nasenschleimhaut gibt es auch spezielle Nasensalben. Da Schleimhäute empfindlich und individuell sehr unterschiedlich reagieren, muss jeder selbst ausprobieren, ob für ihn eine Nasensalbe mit Salzlösung (z.B. Emser® Nasensalbe), eine mit ätherischen Ölen (z.B. Pinimentol® S Nasensalbe) oder eine mit Bepanthen (z.B. Bepanthen® Augen und Nasensalbe) geeigneter ist.
In der medikamentösen Therapie haben sich vor allem pflanzliche Arzneimittel bewährt, die gleichzeitig abschwellend und antientzündlich wirken wie die Kombination aus Primel, Enzian, Ampferkraut, Holunder und Eisenkraut (z.B. Sinupret®).
Inwieweit die Anwendung von abschwellenden Nasensprays sinnvoll ist, ist umstritten. Sie beseitigen zwar kurzzeitig die Nase von der Schwellung und befreien damit die Atmung. Das kann besonders in der Nacht sehr  erleichternd sein. Weil sie aber bereits nach kurzer Zeit zum Austrocknen der Nasenschleimhaut führen können, sind sie nur für einen kurzzeitigen Gebrauch bestimmt. Abschwellende Nasensprays und Tropfen dürfen deshalb maximal dreimal am Tag und nicht länger als 5 Tage hintereinander verwendet werden. Bei einem längeren oder häufigeren Gebrauch können sie sogar einen Dauerschnupfen verursachen, dann schwillt die Schleimhaut gar nicht mehr ab.

Was sollte man im Alltag beachten:
Auch der Kampf gegen den Husten beginnt bei einer Erkältung in der Nase. Durch die Verbesserung der Nasenatmung wird nämlich verhindert, dass man nur durch den Mund atmet, was zur Austrocknung der oberen Atemwege führt und als Folge davon zum Hustenreiz.

Zubereitungen aus folgenden Heilpflanzenkombinationen können helfenPrimel, Enzian, Ampferkraut, Holunder und Eisenkraut (z.B. Sinupret®).

Zuletzt überprüft am 2. Juli 2016