Nasenbluten: Was hilft wirklich

Frage: Immer wenn ich erkältet bin, neige ich zum Nasenbluten und muss mir deshalb Watte in die Nase stopfen. Gibt es bessere Möglichkeiten, mit dem lästigen Symptom fertigzuwerden?

Antwort: Bitte keine Watte in die Nasenlöcher: Das Blut muss nach außen abfließen können. Außerdem könnte beim Entfernen des Stopfens die Wunde wieder aufreißen. Nasenbluten (Epistaxis) ist meist harmlos und hört nach einer Weile von alleine wieder auf. Deshalb: Den Kopf nach vorn beugen, damit das Blut heraustropft und nicht geschluckt wird. Nasenflügel der blutenden Seite oder beider Seiten einige Minuten lang mit dem Daumen gegen die Nasenscheidewand drücken, das verschließt das blutende Gefäß. In den nächsten drei Stunden möglichst nicht schnäuzen! Hilfreich sind auch kalte Umschläge im Nacken. Sie bewirken ein Zusammenziehen nicht nur der Blutgefäße im Nacken, sondern über ein Reflex auch in der Nase. Dadurch hört die Blutung schneller auf.

Nimmt man aber blutverdünnende Medikamente (auch das Kopfschmerzmittel Aspirin gehört dazu) oder wenn die Blutungen nicht nach 20 bis 30 Minuten nachlässt, sollte man die Hilfe eines Arztes in Anspruch nehmen.

Zuletzt überprüft am 3. Juli 2016