NASENSPÜLUNG: WAS BRINGT SIE WIRKLICH?

Frage: Bei Erkältungen oder Heuschnupfen soll eine Nasenspülung helfen. Stimmt das wirklich? Und wie kriegt man die Spüllösung überhaupt in die verstopfte Nase hinein?

Antwort: Das Durchspülen der Nase mit einer lauwarmen Salzlösung unterstützt die natürliche Reinigungsfunktion der Nasenschleimhaut. Ihre Aufgabe ist es, eingeatmeten Schmutz und Krankheitserreger zu filtern und abzutransportieren. Da Kälte und trockene Heizungsluft diese Funktion beeinträchtigen, sind regelmäßige Nasenspülungen besonders in der kalten Jahreszeit als Vorbeugung empfehlenswert. Die Spülungen helfen auch, wenn der Schnupfen schon da ist.

Im Frühjahr lindern sie auch die Symptome von Heuschnupfen. Gespült wird mit lauwarmem Leitungswasser, in dem Kochsalz gelöst wird. Diese sogenannte physiologische Kochsalzlösung lässt man über ein Kännchen mit langer Tülle bei geöffnetem Mund in ein Nasenloch laufen, sie läuft dann über das andere Nasenloch wieder heraus. Ein geeignetes Kännchen, zusammen mit einem Messgerät für die richtige Menge Salz (man braucht etwa neun Gramm auf ein Liter Wasser), erhält man in jeder Apotheke.

Die Nasenspülung schützt vor Infektionen wie Schnupfen und lindert bei Erkältungen die  Atemwegsbeschwerden. Die Methode  hat keine unerwünschten Nebenwirkungen, ist billig und leicht anwendbar. HNO-Ärzte empfehlen deshalb regelmäßige Nasenspülungen auch als Begleittherapie für Allergiker und für Patienten vor und nach Operationen der Nase oder der Nasennebenhöhlen

Zuletzt überprüft am 3. Juli 2016