Schlafmangel macht anfällig für Erkältungen

Ergebnis einer Studie an der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh

Wer weniger als sieben Stunden pro Nacht schläft oder unter Schlafstörungen leidet, der hat in der Erkältungssaison ein höheres Risiko einen Schnupfen zu bekommen als Menschen, die länger und besser schlafen.

Wer weniger als sieben Stunden pro Nacht schläft oder unter Schlafstörungen leidet, der hat in der Erkältungssaison ein höheres Risiko einen Schnupfen zu bekommen als Menschen, die länger und besser schlafen. Das haben Forscher der Carnegie Mellon Universität im amerikanischen Pittsburgh festgestellt. Für ihre Studie haben sie allerdings eine Methode gewählt, die in Deutschland nicht erlaubt wäre: Sie haben 153 freiwilligen gesunden Personen im Alter zwischen 22 und 55 Jahren Nasentropfen verabreicht, die mit Rhinoviren infiziert waren, dem häufigsten Schnupfenerreger.

Zunächst wurden die Probanden zwei Wochen lang täglich nach ihrer Schlafdauer, sowie nach der Schlafqualität gefragt, nach diesen zwei Wochen haben alle einmalig die gleiche Menge der infizierten Nasentropfen bekommen. Fünf Tage später sollten die Studienteilnehmer angeben, ob bei ihnen die typischen Schnupfen-Beschwerden aufgetreten sind oder nicht. Das Ergebnis war eindeutig: Wer weniger als sieben Stunden pro Nacht geschlafen hatte, dessen Risiko war deutlich erhöht, nach Kontakt mit den Schnupfenerregern zu erkranken.

Ungestörter Schlaf ist allerdings nicht nur zur Prophylaxe von Erkrankungen geeignet, er hilft auch denen, die es bereits erwischt hat, schneller wieder gesund zu werden. Wenn man aber erkältet ist, wird es mit dem Schlafen schwieriger. Denn gerade bei Schnupfen und Erkältungen ist man meist in einem Teufelskreis gefangen: Die verstopfte Nase führt zum Luftmangel, der hat schlechten Schlaf zur Folge, was wiederum die Anfälligkeit erhöht. Deshalb raten Experten während einer Erkältung  für gute Belüftung des Schlafzimmers zu sorgen und bereits tagsüber etwas dafür zu tun, dass die Nase in der Nacht weitgehend frei bleibt, beispielsweise mit einem geeigneten pflanzlichen Präparat.

Zuletzt überprüft am 5. Juli 2016