sonne macht fröhlich und gesund

Aber: Sonnenbrand ist schädlich

Sonne macht fröhöich und gesund

Alle lieben die Sonne: Sie stimmt die Menschen fröhlich, kurbelt den Kreislauf an und sorgt für ein attraktives Aussehen. Trotzdem hat auch die Sonne ihre Schattenseiten: Für die Haut ist jeder Sonnenbrand eine wahre Katastrophe. Trotzdem wiegen die positiven Effekte von Sonnenstrahlen auf die Gesundheit die Risiken bei Weitem auf. Zumal man die Risiken durch vorsichtiges Verhalten weitgehend ausschließen kann.

Die gesundheitliche Wirkung des Sonnenlichts hängt von drei Faktoren ab: Von seiner Intensität, vom Umfang seines Spektrums und von der Tages- und Nachtlänge. Der in Königsberg geborene Physiker Carl Dorno (1865 bis 1942) hat vor gut 100 Jahren im schweizerischen Davos das Physikalisch-Meteorologische Observatorium gegründet und dort vor allem die ultravioletten Strahlenanteile des Sonnenlichts erforscht. Er fand heraus, dass es einen biologisch besonders wirksamen Teil dieser Ultraviolettstrahlung gibt, UV-B genannt, mit Wellenlängen zwischen 280 und 315 Millionstel Millimeter. Diese so genannte Dorno-Strahlung regt in der Haut die Bildung des lebenswichtigen Vitamins D an, stimuliert die pigmentbildenden Melanozyten, kann aber auch einen Sonnenbrand zur Folge haben.

Wie viel Sonne verträgt ein Mensch?

Die Wissenschaft hat zur Klärung dieser Frage die sogenannte minimale Erythemdosis (MED) errechnet, also die Länge einer starken Sonnenexposition, für die der Eigenschutz der Haut ausreicht. Für die in Mitteleuropa am häufigsten vertretenen hellhäutigen Menschen gilt demnach, dass sie ohne Sonnenschutz nicht länger als 20 Minuten ungeschützt in der Sonne verbringen sollten, wenn sie keinen Sonnenbrand riskieren wollen. Die besonders hellhäutigen Menschen mit einer sehr blassen Haut, roten Haaren und Sommersprossen sollten sogar bereits nach 10 Minuten aus der Sonne gehen.

Dermatologen und das Bundesamt für Strahlenschutz empfehlen außerdem, nicht mehr als 50 Sonnenbäder pro Jahr zu nehmen und die Haut dabei mit Lichtschutzmitteln vor aggressiven Strahlen zu schützen. Zwischen elf und 15 Uhr ist die Sonneneinstrahlung am stärksten, die Filterwirkung der Ozonschicht dagegen sehr gering. Sonnenentwöhnte Mitteleuropäer – Kinder wie Erwachsene – gehören in dieser Zeit in den Schatten, besser noch ins Haus. Das gilt besonders im Urlaub, denn die UV-Strahlen sind im Süden und am Meer besonders intensiv. An den Stränden der Kanarischen Inseln ist zum Beispiel die UV-Strahlung doppelt so stark wie in Hamburg.

Zuletzt überprüft am 5. Juli 2016