Sonne für Vitamin D

braucht der Körper vor allem zum Aufbau von Knochen

Vitamin D

Um Vitamin D zu produzieren, das für Knochen, Herz und Nervensystem wichtig ist braucht der Körper Sonne. Sagt Ihnen der Begriff Cholecalciferol etwas? Es ist die Fachbezeichnung für das Vitamin D, das man auch als das Sonnenvitamin bezeichnen könnte. Nur unter den ultravioletten Strahlen der Sonne können die in der menschlichen Haut lagernden Vorstufe aktiviert und in Vitamin D umwandelt werden.

Vitamin D braucht der Körper vor allem zum Aufbau von Knochen, aber auch zur Versorgung des Herzmuskels und des Nervensystems mit Kalzium. Beim Mangel an Vitamin D droht deshalb nicht nur den Kindern Rachitis (Knochenerweichung) und den Erwachsenen Osteoporose und Knochenschmerz. Vitamin D-Mangel erhöht auch das Infarktrisiko, die Infektanfälligkeit, die Allergiebereitschaft und – wie letzte Untersuchungen zeigen – auch das Risiko für eine Reihe von Krebsarten.

Die aktuelle Nahrungsempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung lautet 400 bis 800 IE Vitamin D täglich. Der natürliche Weg zu einer ausreichenden Versorgung mit diesem überaus wichtigen Vitamin wäre ein tägliches Sonnenbad. Im Sommer reichen etwa 15 bis 30 Minuten Sonnenbestrahlung auf Gesicht, Hände und Unterarme, um für mehrere Tage versorgt zu sein, bei einem Sonnenbad im Badeanzug reicht die Dosis sogar oft für einen halben Monat. Je hellhäutiger jemand ist, desto besser kann er die Sonnenstrahlung für die Vitamin D-Bildung nutzen. In den Wintermonaten November bis Februar ist aber die UV-B-Strahlung in Nord- und Mitteleuropa im Allgemeinen zu schwach, um eine ausreichende Produktion von Vitamin D im Körper zu sichern.

Eine gewisse Menge an Vitamin D nimmt man auch über die Nahrung auf. Die reicht aber kaum aus, weil sich nennenswerte Mengen des Vitamins nur in fettem Seefisch, vor allem im Lachs, in Eiern oder in Milchprodukten wie Schmelzkäse befinden. Um den empfohlenen täglichen Bedarf an Vitamin D über die Nahrung zu decken, müsste man nämlich mindestens drei bis vier Fischmahlzeiten pro Woche zu sich nehmen oder täglich 10 Eier essen. Im Winter empfehlen deshalb Experten vorsorglich die Einnahme von Vitamin D-Präparaten.

Babys, deren Haut den direkten Kontakt mit der Sonne nicht verträgt, bekommen Vitamin D Tropfen vom Kinderarzt automatisch verordnet. Sie schmecken besser als der früher übliche Lebertran.

Zuletzt überprüft am 9. August 2016