SIND IM WINTER EXOTISCHE FRÜCHTE BESSER ALS EINHEIMISCHE?

Frage: Die Gemüseläden bieten in den Wintermonaten viele Früchte aus anderen Kontinenten an. Sind sie wirklich reicher an Vitaminen als das Angebot an heimischen Früchten?

Antwort: Auch wenn bei uns in den kälteren Monaten nichts frisch vom Baum kommt, kann man grundsätzlich das heimische Obst bevorzugen – ganz gleich ob gelagert, tiefgefroren oder eingemacht. Äpfel halten sich zum Beispiel bei optimaler Lagerung bis zu sechs Monaten frisch. Ihr Gehalt an Vitamin C nimmt zwar dabei etwas ab, die anderen gesundheitlich wertvollen Inhaltsstoffe wie die Antioxidantien und die sekundären Pflanzenstoffe bleiben aber voll erhalten.

Exotische Früchte enthalten zwar oft Wirkstoffe, die in unseren heimischen Sorten nicht vorkommen, gesünder sind sie deshalb jedoch nicht unbedingt. Die Zusammensetzung der Vitamine ist in etwa vergleichbar. Außerdem schmecken exotische Früchte hier nur selten so wie in ihrem Ursprungsland. Selbst wenn ihre Qualität während des Transports dank moderner Techniken nicht mehr so stark leidet wie früher, sind Reife und Frische gleichzeitig nur schwer zu gewährleisten.

Es ist natürlich nichts dagegen einzuwenden, den winterlichen Speiseplan gelegentlich mit exotischen Produkten anzureichern, aber im Winter Erdbeeren aus Afrika einzufliegen, die im Sommer auch bei uns wachsen, bringt keine gesundheitlichen Vorteile, ist aber ökologisch betrachtet ein unsinniger Luxus.

Zuletzt überprüft am 3. Juli 2016