Wein senkt bei älteren Menschen Demenzrisiko

Studie des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim

Wein kann Demenzrisiko senken

Moderate Mengen von Alkohol, insbesondere als Wein genossen, können bei betagten Menschen das Risiko einer Demenz verringern, ergab eine Studie des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim. Wo aber verläuft die Grenze zwischen Genuss und Gefahr für Frauen und Männer im Seniorenalter? Um diese Frage zu beantworten, wurden in sechs großstädtischen Regionen Deutschlands (Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Leipzig, Mannheim und München) 3.224 nicht an einer Demenz erkrankte Frauen und Männer nach ihrem aktuellen Alkoholkonsum befragt. Sie waren alle älter als 75 Jahre, lebten noch zu Hause, wo auch die Befragungen durch Ärzte, Psychologen und Gerontologen stattgefunden haben.

Bei denjenigen von ihnen, die im Laufe der drei Untersuchungsjahre eine Demenz entwickelt haben, fanden die Mannheimer Forscher deutliche Unterschiede im Hinblick auf ihren Trinkgewohnheiten: Von den Senioren, die ausschließlich moderat Bier tranken, erkrankten 13 Prozent weniger an einer Demenz, als nicht trinkende Altersgenossen, bei ausschließlichen mässigen Weintrinkern betrug die Risikominderung 21 Prozent.

Fazit der Mannheimer Forscher: „Alkoholkonsum in geringer bis moderater Dosis ist nicht schädlicher als völlige Abstinenz oder sogar günstiger, entfaltet also eine förderliche Wirkung. Höhere Konsummengen hingegen können die physische und psychische Gesundheit umfassend schädigen und sind mit schwerwiegenden sozialen Folgen und vorzeitiger Sterblichkeit assoziiert“.

Zuletzt überprüft am 5. Juli 2016