Kaffee: Das „aufgebrühte Glück“ wird zum Zaubertrank

gesund in vielfacher Hinsicht

Kaffee der gesunde Zaubertrank

Kaffee regt an, hebt die Stimmung, erhöht die Leistungsbereitschaft, verbessert die Merkfähigkeit, insbesondere das Kurzzeitgedächtnis und fördert die Verdauung. Nicht das Bierglas, sondern die Kaffeetasse charakterisiert inzwischen die Menschen zwischen Ostsee und Zugspitze. Die Statistik liefert den Beweis: Während die Bundesbürger im Jahre 2012 durchschnittlich „nur“ 107 Liter Bier tranken, haben sie im selben Zeitraum jeweils 149 Liter Kaffee konsumiert. Kinder und eingeschworene Teetrinker inbegriffen. In Deutschland werden in jeder Sekunde

Keffeetrinker mit Zeitung am Morgen

Keffeetrinker mit Zeitung am Morgen

2.315 Tassen Kaffee konsumiert, der durchschnittliche Deutsche trinkt 2,6 Tassen Kaffee am Tag. Ist das eine gute Nachricht für die Gesundheit?

Kaffee hat tatsächlich seit jeher mit der Gesundheit positiv zu tun. Laut Überlieferung war es ein arabischer Arzt namens Rhazes (852 bis 932), der als Erster die Früchte der Pflanze „Qahwa“ als Heilmittel einsetzte. Auch Avicenna (980 bis 1037), der bedeutende persische Arzt und Denker, nahm den Kaffee in die Liste der 760 wirksamen Medikamente, die in seinem berühmten „Kanon der Medizin“ aufgezählt werden. Die moderne Forschung hat inzwischen vieles von dem, was die alten Denken wussten, bestätigen können.

Kaffee ist aber vor allem Genuss und Tradition. Sobald die ersten wärmenden Strahlen der Frühlingssonne den Aufenthalt im Freien ermöglichen, trinken Kaffeeliebhaber ihr „aufgebrühtes Glück“ gern an der frischen Luft. Wobei der Kaffee inzwischen häufiger gepresst als aufgebrüht wird. Längst hat der nach italienischer Art scharf geröstete und unter hohem Druck zubereitete Espressokaffee die Alpen überquert und auch Deutschland erobert. Er dient auch als Grundlage für weitere Köstlichkeiten wie Capuccino oder Latte Macchiato.

Ob Espresso oder Cappuchino die MAchine machts

Ob Espresso oder Cappuchino die MAchine machts

Den Espresso verdankt die Welt dem in Temeswar (heute Timisoara) geborenen Ungarn Ferenc Illy (1892 bis 1956), der sich später in Italien Francesco Illy nannte und die so genannte Illy Illetta konstruierte, eine Apparatur, die als Vorläuferin aller heute üblichen Espressomaschinen gilt.

In den letzten Jahren haben Kaffeebars oder Coffeeshops die früher so weit verbreitete Kaffeehauskultur abgelöst. Inzwischen findet man selbst in den Backshops eine geradezu ausufernde Auswahl verschiedener Kaffeezubereitungen. Es werden auch kalte Kaffeegetränke offeriert – im Sommer eine erfrischende und stimulierende Alternative.

Von den etwa 1.000 Inhaltsstoffen des Kaffees wurden bislang nur rund 800 identifiziert, der wichtigste ist das Koffein. Ihre positiven Wirkungen auf den Organismus sind unbestritten: Kaffee regt an, hebt die Stimmung, erhöht die Leistungsbereitschaft, verbessert die Merkfähigkeit, insbesondere das Kurzzeitgedächtnis und fördert die Verdauung.

Zuletzt überprüft am 5. Juli 2016