Erhöhtes Herzinfarktrisiko durch Diätgetränke?

Untersuchung Wissenschaftlern der Johns Hopkins School of Public Health

Erhöhtes Herzinfarktrisiko durch Diätgetränke?

Aus mehreren amerikanischen Studien geht hervor, dass die Hoffnung vieler Menschen, durch Ausweichen auf kalorienreduzierte Diätgetränke einem Übergewicht vorzubeugen oder es loszuwerden, vergeblich ist. Im Gegenteil, wer regelmäßig größere Mengen kalorienreduzierter Softdrinks konsumiert, der kann damit sogar seine Gesundheit gefährden.

Wissenschaftler von der Johns Hopkins School of Public Health haben mit ihrer Arbeit nicht nur entdeckt, dass  Gewichtsreduktion mit kalorienreduzierten Getränken nicht funktioniert, sondern fanden auch heraus, warum es so ist: Übergewichtige oder fettsüchtige Menschen, die Diätgetränke konsumierten, haben nämlich gleichzeitig mehr Kalorien durch fester Nahrung zu sich genommen als jene, die bei den zuckergesüßten Sorten geblieben waren. Durch das Essen von mehr Snacks wurde die reduzierte Menge an Kalorien in den Getränken sogar überkompensiert. Wer also abnehmen will, darf nicht alleine auf kalorienreduzierte Kost oder Getränke ausweichen, sondern sollte insgesamt die konsumierte Kalorienmenge im Auge behalten.

Diätgetränke sind in Bezug auf ihre Wirkung aber bereits 2012 in Verruf geraten. Eine wissenschaftliche Studie, an der gleich zwei amerikanische Arbeitsgruppen zusammengearbeitet haben, hat nämlich ergeben, dass der regelmäßige Konsum von Diätgetränken entgegen allgemeiner Annahme das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Embolie sogar erhöht. Die Ergebnisse sind bedeutend, weil im Rahmen dieser Studie die gesundheitlichen Daten von 2.564 Personen ausgewertet wurden, die man über einen Zeitraum von 10 Jahren beobachtete. Warum genau aber das gesundheitliche Risiko beim Konsum von Diätgetränken steigt, blieb ungeklärt.

Zuletzt überprüft am 5. Juli 2016