Harmlose Erkältung oder echte Grippe?

Erkältung oder Grippe

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird häufig eine Erkältung auch als Grippe bezeichnet. Eine „echte“ Virusgrippe (Influenza) ist aber im Unterschied zu einer harmlosen Erkältung eine schwere, manchmal sogar lebensbedrohliche Erkrankung. Sie wird von einer bestimmten Art von Viren, den Influenzaviren, verursacht, die leicht übertragen werden und weltweit Menschen – aber auch Tiere – krankmachen.

Eine sichere Therapie gegen Influenza gibt es bisher nicht. Man kann sich zwar gegen Ansteckung mit Influenzaviren durch eine Impfung schützen, da aber diese Viren sehr wandlungsfähig sind und ständig neue Mutationen bilden, ist die Wirksamkeit der Impfung eingeschränkt. Geschwächten und alten Menschen wird diese Impfung trotzdem empfohlen.

Im Beschwerdebild ähneln sich zwar beide Erkrankungen zunächst – Halsschmerzen und trockener Husten sind die ersten Anzeichen – es gibt aber auch einige wichtige Hinweise, die eine Unterscheidung ermöglichen.  Währen eine Erkältung oft langsam beginnt, macht sich Influenza meist mit abrupt einsetzendem Fieber und einer schnellen Verschlechterung des Allgemeinbefindens bemerkbar. Typisch für die echte Grippe sind aber vor allem starke Muskel- und Gliederschmerzen, die oft von Kreislaufbeschwerden und einem ausgeprägten Schwächegefühl begleitet werden. Bei sonst gesunden Menschen klingt außerdem eine Erkältung in der Regel nach wenigen Tagen ab, während eine Influenza den Betroffenen über mehrere Wochen ein Krankheitsgefühl beschert.

Zuletzt überprüft am 6. Juli 2016