Arnika

Arnica montana

Äußerlich aufgetragen hilft Arnika bei Verstauchungen und Prellungen. Hildegard von Bingen hielt Arnika für ein Aphrodisiakum, also eine Heilpflanze, die äußerlich aufgetragen, die Sexualität sowohl von Männern, als auch von Frauen steigert. Ob es damals tatsächlich funktionierte, weiß man nicht. Später jedenfalls konnte die Heilpflanze diese Erwartung in keiner Weise erfüllen. Trotzdem ist sie eine der wichtigsten einheimischen Heilpflanzen geworden. Das gilt auch heute noch, selber sammeln darf man sie aber nicht mehr. Denn echte Arnika gehört zu den gefährdeten Arten und steht deshalb in den meisten europäischen Ländern unter strengem Artenschutz.

Arnikablüten, Arnicae flos

getrocknete Arnikablüten

Arnika ist eine typisch europäische Bergpflanze, die man sowohl auf den Wiesen der Bergtäler als auch auf hoch gelegenen Almen findet. Da es bisher nicht gelungen ist, sie zu kultivieren, stammen die für die Herstellung von Arzneimitteln verwendeten Pflanzen überwiegend aus Wildsammlung. Für medizinische Anwendung eigenen sich die getrockneten Blüten der Arnika. Sie enthalten Stoffe, die antientzündlich, desinfizierend und schmerzstillend wirken.
Da echte Arnika in vielen Ländern unter Naturschutz steht, ist sie als Rohstoff knapp. Für manche Produkte (vor allem für die billigen) wird deshalb anstelle der europäischen Arnika eine mexikanische Arnika-Art genommen oder beigemischt. Diese Sorte ist aber nicht so wirkstoffreich wie die echte Arnika.

Wirkung und Anwendung:
Arnika-Zubereitungen sind vor allem zur äußerlichen Anwendung geeignet. Als Schmerzstiller und Wundheilmittel helfen Arnika-Cremes und Arnika-Salben gut gegen die drei „S“, gegen Schlag-, Stich- oder Stoßwunden. Bei Quetschungen, Prellungen  und Verstauchungen fördern Arnika-Zubereitungen die Rückbildung von Blutergüssen und unterstützen so den Heilungsprozess. Auch bei Muskel- und Gelenkschmerzen, vor allem wenn diese mit Schwellungen einhergehen, kann eine Arnika-Zubereitung gut helfen.
Weil Arnika desinfizierend wirkt, kann sie in der Regel auch auf offenen Wunden aufgetragen werden.

Zu beachten:
Arnika gehört zu den Korbblütlern, einer Pflanzenfamilie, die ein hohes allergisierendes Potential besitzt. Personen, die auf Korbblütler allergisch reagieren, sollten daher Arnika-Präparate meiden.

Produkte sind beispielsweise: Arnika-Creme (Steigerwald).

Zuletzt überprüft am 11. Juli 2016