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Medikamentenmissbrauch – Seniorinnen sind häufiger abhängig

Hamm – Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen DHS berichtet über eine weitere Zunahme des Missbrauchs und der Abhängigkeit von Medikamenten. Dies betreffe insbesondere die missbräuchliche und unnötig hoch dosierte Anwendung, teilweise auch die Gewöhnung an nicht-opioidhaltige Schmerzmittel. Diese Entwicklung trifft auf hochgerechnet 1,6 bis 3,9 Millionen der 18- bis 64-Jährigen in Deutschland zu.

Geschätzt sind etwa 1,5 bis 1,9 Millionen Menschen in Deutschland medikamentenabhängig, insbesondere von Benzodiazepinen (rezeptpflichtige Beruhigungs- und Schlafmittel) und Z-Substanzen (neuartige Schlafmittel) sowie opioidhaltigen Schmerzmitteln. Vor allem ältere Frauen sind betroffen, weil sie häufig über einen langen Zeitraum Psychopharmaka verordnet bekommen (DHS: „Jahrbuch Sucht 2020).

 

Bildnachweis: AdobeStock_25495140_Otto Durst

 

(thy)

PK 5/2020