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Monographie: Hyperici herba (Johanniskraut)

Bezeichnung des Arzneimittels
Hyperici herba, Johanniskraut

Bestandteile des Arzneimittels
Johanniskraut, bestehend aus den während der Blütezeit gesammelten Pflanzen oder getrockneten oberirdischen Teilen von Hypericum perforatum LINNE sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung.

Anwendungsgebiete
Innerlich: Psychovegetative Störungen, depressive Verstimmungs-zustände, Angst und/oder nervöse Unruhe. Ölige Hypericumzubereitungen bei dyspeptischen Beschwerden.

Äußerlich: Ölige Hypericumzubereitungen zur Behandlung und Nachbehandlung von scharfen und stumpfen Verletzungen, Myalgien und Verbrennungen 1. Grades.

Gegenanzeigen
Keine bekannt.

Nebenwirkungen
Photosensibilisierung ist möglich, insbesondere bei hellhäutigen Personen.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Keine bekannt.

Dosierung
Soweit nicht anders verordnet:
Mittlere Tagesdosis für innerliche Anwendung: 2 – 4 g Droge oder 0,2 – 1,0 mg Gesamthypericin in anderen Darreichungsformen.

Art der Anwendung
Geschnittene Droge, Drogenpulver, flüssige und feste Zubereitungen zur oralen Anwendung. Flüssige und halbfeste Zubereitungen zur äußerlichen Anwendung. Mit fetten Ölen hergestellte Präparationen zur äußerlichen und innerlichen Anwendung.

Wirkungen
Für die Droge und daraus hergestellte Zubereitungen liegen zahlreiche ärztliche Erfahrungsberichte vor, die für eine milde antidepressive Wirkung sprechen. Nach experimentellen Befunden ist Hypericin den Monoaminooxydasehemmern zuzurechnen. Ölige Hypericum-Zubereitungen wirken antiphlogistisch.

(veröffentlicht in Bundesanzeiger Nr. 43 vom 2.3.1984)