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Monographie: Salicis cortex (Weidenrinde)

Bezeichnung
Salicis cortex, Weidenrinde

Bestandteile
Weidenrinde, bestehend aus den zu Beginn des Frühjahrs von jungen, kräftigen, 2- bis 3jährigen Zweigen gesammelten und getrockneten Rinden von Salix alba LINNE, Salix purpurea LINNE. Salix fragilis LINNE und anderen gleichwertigen Rinden anderer Salix-Arten sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Rinde enthält mindestens 1 Prozent Gesamtsalicin, berechnet als Salicin (C13H18O7; MG 286,3) und bezogen auf die wasserfreie Droge.

Anwendungsgebiete
Fieberhafte Erkrankungen, rheumatische Beschwerden, Kopfschmerzen.

Gegenanzeigen
Siehe Wechselwirkungen.

Nebenwirkungen

Siehe Wechselwirkungen.

Wechselwirkungen
Können auf Grund der wirksamkeitsbestimmenden Bestandteile wie bei Salicylaten auftreten. Bei der Aufbereitung des bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnismaterials liegen jedoch keine gesicherten Hinweise dafür vor.

Dosierung
Soweit nicht anders verordnet:
Mittlere Tagesdosis entsprechend 60 bis 120 mg Gesamtsalicin.

Art der Anwendung

Flüssige und feste Darreichungsformen zur innerlichen Anwendung.

Hinweis
Kombinationen mit schweißtreibenden Drogen können sinnvoll sein.

Wirkungen
Antipyretisch, antiphlogistisch, analgetisch.

(veröffentlicht im Bundesanzeiger vom 5. 12. 1984)