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Wohnumgebung: Weniger Grün – mehr adipöse Kinder

Leipzig – Hängen der Anteil von Straßen und Grünflächen in der Wohnumgebung von Kindern und Jugendlichen mit der Häufigkeit von aktivem (Bewegung im Freien) und passivem (Mediengebrauch) Freizeitverhalten, Übergewicht/Adipositas und emotionalen Problemen zusammen? Dieser Frage widmete sich die Arbeitsgruppe um Dr. Tanja Poulain von der Universität Leipzig (Online-Kongress DGKJ 2020, Poster DGSPJ-EPO 128). Ihre Untersuchung im Rahmen der in Leipzig durchgeführten LIFE Child-Studie ergab: In der Gruppe der drei- bis zehnjährigen Kinder (N = 395) hing ein höherer Straßenanteil in der Wohnumgebung mit einem stärkeren Mediengebrauch und einer höheren Wahrscheinlichkeit von Übergewicht/Adipositas zusammen. Bei den 10- bis 18-Jährigen (N = 405) bestand diesbezüglich gleichfalls ein Zusammenhang mit Übergewicht/Adipositas sowie mit weniger Bewegung im Freien. Außerdem korrelierte in dieser Altersgruppe der höhere Straßenanteil mit häufigeren emotionalen Problemen.

 

Bildnachweis: AdobeStock_194200694_Africa Studio

 

PK 2/2021